Stuttgart. „Überlastungs- und Erschöpfungssymptome bei Lehrern sind meist Ausdruck eines dauerhaft zu großen Engagements”, versichert der Sprecher des Ver­bandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. In der Regel ha­ben sich diese Pädagogen im Dienst völlig verausgabt, so der VBE-Sprecher.

Überlastung Lehrergesundheit Gesundheit Erschöpfungssymptome

Michael Gomolzig, Sprecher des VBE

Das für die Gesunderhaltung notwendige gedankliche Abschalten von der Arbeit außerhalb der Schule könne von vielen Lehrern nicht vollzogen werden, weil sie sich zum einen zu stark mit der Schule und den Schülern identifizierten, zum ande­ren zwangsläufig immer wieder Arbeit mit nach Hause genommen werden müsse, sagt der VBE-Sprecher. Viele Pädagogen seien noch in den Ferien Jäger und Sammler, stets auf der Suche nach geeignetem Anschauungsmaterial für ihren Un­terricht.

Verschiedene Studien zur Lehrergesundheit haben gezeigt, dass gerade besonders engagierte Lehrer nach vielen Jahren des aufreibenden Berufsalltags Gefahr laufen, psychisch zu erkranken oder völlig auszubrennen.

Nicht nur die Lehrer sollten mehr auf ihre Gesundheit achten, meint der VBE-Sprecher, noch wichtiger sei es, dass die Politik aktiv werde und die Arbeitsbedin­gungen an den Schulen verbessere. An erster Stelle der Agenda stehe bei den Päd­agogen der Wunsch nach kleineren Klassen (derzeit sitzen immer noch bis zu 30 Schüler in einer Klasse), dichtgefolgt von dem Bedürfnis nach einer spürbaren zeit­lichen Entlastung, da zusätzliche Vertretungsstunden für erkrankte Kollegen und außerunterrichtliche Tätigkeiten wie das Führen von Beratungsgesprächen und die Teilnahme an Fachkonferenzen und Steuerungsgruppen überproportional zugenom­men haben. Zur Erhaltung der Gesundheit wären außerdem eine stärkere Alterser­mäßigung hilfreich sowie die Möglichkeit, ab 55 Jahren Altersteilzeit wählen zu können.

Bei Erziehungsproblemen mit Schülern sollten Eltern wieder verstärkt mit in die Pflicht genommen werden, da die Erstverantwortung für die Kinder und Jugendli­chen nach wie vor bei den Erziehungsberechtigten liegt. „Lehrer sind keine pädago­gischen Allzweckreiniger, die zu ihrem eigentlichen schulischen Bildungsauftrag noch so nebenher sämtliche gesellschaftlichen Werte- und Erziehungsdefizite bei den Schülern ausbügeln“, schimpft der VBE-Sprecher.

17. Mai 2012

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admin am 13. Mai 2012

Doch wo versickert das Geld für Krankheitsvertretungen?  

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg begrüßt, dass als eine Sofortmaßnahme gegen den Unterrichtsausfall nach Aussage des Kultusministeriums weitere 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden sind, wundert sich aber, dass das Geld an den Schulen nicht anzukommen scheint. „Wer klaut denn schon Schulstunden?“, fragt VBE-Chef Gerhard Brand.

Unterrichtsausfall Krankheitsvertretung

Gerhard Brand, VBE Landesvorsitzender

Dass beim elektrischen Strom Spannungsverluste auftreten, ist bekannt. Dass Was­ser auf dem Weg zum Verbraucher aufgrund undichter Stellen im Rohrnetz ver­schwindet, gehört zum Alltag. „Dass jedoch Unterrichtsstunden für Krankheitsver­tretungen auf dem Weg vom Kultusministerium zu den Schulen irgendwo ver­sickern, wäre ein völlig neues Phänomen“, stellt der VBE-Vorsitzende fest.

In einer Pressemitteilung vom 25. April (Nr. 44/2012) sicherte das Kultusminis­terium zu, dass den drei Regierungspräsidien Stuttgart, Tübingen und Freiburg als Sofortmaßnahme eine Summe von weiteren 2,5 Millionen Euro zugewiesen werde, um damit die Mittel für den Einsatz von Krankheitsvertretern zu erhöhen. “Wir set­zen alles daran, den Ausfall von Unterricht an unseren Schulen zu verhindern”, er­klärte Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer. “Die Eltern können sich darauf verlassen, dass eine gute Versorgung des Unterrichts für die Landesregie­rung absolute Priorität hat.”

 „An den Schulen müssen aber nach wie vor etliche Stunden ausfallen, weil wei­terhin Krankheitsvertretungen fehlen“, beklagt VBE-Chef Brand. Es sei schon merkwürdig, dass von der angekündigten Unterstützung an der Basis so gut wie nichts ankomme. Schulleitungen kämen gegenüber Eltern gewaltig in Erklärungs­not, wenn sich die Versprechungen des Kultusministeriums nicht mit der Realität vor Ort deckten. Bis Schuljahresende werde der Vertretungsbedarf sogar noch wei­ter zunehmen, bedingt durch Abschlussprüfungen und zwingend notwendige Leh­rerfortbildungen für neue Fächer und Fächerverbünde. Für Eltern zähle jedoch aus­schließlich das, was an den Schulen an Krankheitsvertretungsstunden auch wirklich ankomme, sagt Brand. Den VBE ärgere es gewaltig, dass im bundesweiten Ver­gleich Baden-Württembergs Schulen noch immer deutlich schlechter gestellt seien. Verlässliche Rettungsschirme gebe es leider lediglich für Banken. Schulen, so spe­kulieren viele, könne man wohl eher im Regen stehen lassen, schimpft Brand.

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Mit Mut und Zuversicht hat die neue Landesregierung viele Baustellen an der Bildungsfront eröffnet. Neue Ideen müssen aber, so wollte man meinen, auch von umfassender Fortbildung begleitet werden. Meinrad Seebacher (Waldkirch), Geschäftsführer des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) im Landesbezirk Südbaden, äußert sich allerdings verwundert über Pläne, im Schulbereich die Ausgaben für die Fortbildung weiter zu reduzieren.

Meinrad Seebacher, Geschäftsführer des VBE Südbaden

„Wie sollen neue Maßnahmen umgesetzt werden, wenn die betroffenen Lehrkräfte nicht umfassend informiert werden können, was gewollt ist?“, stellt Seebacher die Gretchenfrage. Die angestrebte Nullverschuldung des Finanzministers ist angesichts großer Löcher im Landeshaushalt zwar ein heeres Ziel. Wenn aber zeitgleich im Kultusbereich eine bessere Schule propagiert wird, die eigentlich die Investition von  Hunderten von  Millionen erfordert, so sind das sich widersprechende Ziele, deren Umsetzung erneut durch Arbeitsverdichtung nur auf dem Rücken der Lehrkräfte erfolgen kann. Der VBE Südbaden lehnt es ab, so Seebacher, den Lehrkräften immer noch mehr aufzuladen, ohne ihnen entsprechende Entlastungen zu gewähren.

Was den VBE-Geschäftsführer weiterhin ärgert ist das Online-Verfahren „LFB 2“ mit dem sich Fortbildungswillige anmelden müssen: „Dieses elektronische Verfahren simuliert den Anschluss an die moderne, vernetzte Welt, ist aber bedienungsmäßig der Steinzeit zuzurechnen“, schimpft Seebacher. Viele Lehrkräfte hätten es bereits aufgegeben, sich stundenlang im Datenwust zu orientieren. Dieses Chaos spiegelt sich bei den Lehrgängen wieder: Absagen von Lehrgängen mit geringen Teilnehmerzahlen erfolgten zu spät, Fortbildungswillige stehen vor verschlossenen Türen, weil eine Anmeldung nicht bis zum Empfänger weitergeleitet wurde oder weil die Absage den Teilnehmer nicht erreicht hat. „Wenn dann von der Amtsspitze noch ständig in Form von populistischen Aussagen Öl ins Feuer gegossen wird, könnte man die Lust auf Fortbildung noch ganz verlieren. 90 Prozent aller Fortbildungen im Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulbereich (das ist der Bereich dem die im VBE organisierten Kräfte vorzugsweise angehören) finden in der unterrichtsfreien Zeit statt. Es bestehe keinerlei Anlass für das Ministerium, immer wieder öffentlichkeitswirksam darauf hinzuweisen, dass Fortbildung in der Freizeit durchgeführt werden müsse. „Eine bessere Schule ist nur mit entsprechender Fortbildung zu erreichen“, ist Seebacher überzeugt. Der VBE dränge auf eine deutliche Verbesserung der Anwendung von „LFB 2“. Eindeutig werde in diesem Bereich am falschen Platz gespart.

Krankheitsvertretungen an den Schulen reichen vorne und hinten nicht

Stuttgart. Mit Sorge sieht der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Würt­temberg, dass die Versprechungen der grün-roten Landesregierung, den Unterrichtsausfall an den Schulen zu reduzieren, nicht eingehalten werden. Sogar von amtlicher Seite werden jetzt Befürchtungen geäußert, dass es ab dem kommenden Schuljahr noch enger werden könnte, da den Schulen kei­ne Stunden mehr aus dem Ergänzungsbereich zugewiesen werden sollen.

Unterrichtsausfall Kürzung Krankheitsvertretung

Gerhard Brand, VBE Landesvorsitzender

„Für die Banken gibt es immer wieder große Rettungsschirme, für die Bildung langt es nicht einmal für einen kleinen Knirps“, schimpft VBE-Chef Gerhard Brand, der die Haushaltsmittel für alle Schulen als viel zu gering bezeichnet. Der VBE bemängelt, dass die Landesregierung, die angetreten ist, den Unter­richtsausfall an den Schulen zu reduzieren, schon jetzt ans „Eingemachte“ geht. Der Ergänzungsbereich mit Stütz- und Förderstunden sowie pädagogisch wert­vollen Arbeitsgemeinschaften wie Schulchor und Schülerzeitung ist bereits im laufenden Schuljahr stark zu Lasten der dringend benötigten Krankheitsvertre­tungen gekürzt worden.

Im nächsten Schuljahr soll es voraussichtlich gar keinen Ergänzungsbereich mehr geben. „Schulen würden so immer mehr ihr Profil verlieren“, warnt der VBE-Vorsitzende. Da schon zu Beginn des laufenden Schuljahres über 1200 langfristig erkrankte Lehrer durch Abordnungen von anderen Schulen und be­fristete Einstellungen zu ersetzen waren, schmolz die landesweit für Notfälle zur Verfügung stehende Lehrerreserve auf 200 Deputate zusammen. Schulen waren gezwungen, ihren Ergänzungsbereich mit Stützkursen, Arbeitsgemeinschaften und Projekten bis auf “Null” herunterzufahren, um den sonst wegen Krankheit oder Mutterschutz ausfallenden Unterricht mit eigenen Lehrern zu vertreten. Teilweise gab es “Mini-Abordnungen” von benachbarten Schulen, die keine Ausfälle hatten, um wenigstens den Pflichtunterricht abdecken zu können.

Der VBE fordert die Landesregierung mit Nachdruck auf, ihre im Koalitions­vertrag gemachte Aussage, die Unterrichtsversorgung zu verbessern, einzuhal­ten, die Krankheitsreserve spürbar zu erhöhen und dem Kultusministerium aus­reichende Finanzmittel für Vertragsverlängerungen und Einstellungen von Krankheitsvertretungen zur Verfügung zu stellen.

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admin am 29. April 2012

Leistung ist nichts Verwerfliches, ganz gleich an welcher Schulart

Stuttgart. „Leistungen von Schülern einzufordern ist weder unpädagogisch noch un­menschlich. Im Gegenteil: eine schulische Leistung zu erbringen, sollte mo­tivierend und persönlichkeitsstärkend sein“, unterstreicht der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Ein Unter­richt, der Leistungsanforderungen vernachlässige, begünstige die leistungs­orientierteren Schüler und benachteilige lustlose und schwächere.

Leistungsorientiert Leistungsanforderungen Leistung fördern

Michael Gomolzig, Sprecher des VBE

Eine Schule ohne Leistungsanforderung wird weder ihrem Bildungs- und Erzie­hungsauftrag noch dem vorhandenen Leistungswillen der Kinder gerecht. Eltern und Lehrer müssen daher die in der Regel natürliche positive Grundeinstellung der Kinder zur eigenen Leistung erhalten und fördern. Dabei sollen Leistungsan­forderungen nicht nur auf den kognitiven Bereich beschränkt bleiben, sondern auch das Einfühlungsvermögen – die Empathie – und das soziale Engagement stärken.

Nach Auffassung des VBE muss eine Schule, deren Bildungsziel „Mündigkeit der Schüler“ lautet, Kinder und Jugendliche zu aktiven und selbständigen Bür­gern erziehen; Bürger, die auch in der Dynamik eines gesellschaftlichen Um­bruchs bestehen können. Lernen in einer demokratischen Leistungsgesellschaft hat deshalb immer emanzipatorischen Wert. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass Schüler mit geringerer Leistungsfähigkeit aufgebaut, verlässlich ge­fördert und zu einem angemessenen Bildungsniveau geführt werden, ganz gleich an welcher Schulart sie sind. Dafür benötigen alle Schulen ausreichende Stütz- und Förderstunden sowie zusätzlich die Unterstützung durch Eltern, Sozialpäda­gogen und gegebenenfalls auch durch Schulpsychologen und Therapeuten.

Eine weitere wesentliche Aufgabe der Schule ist es, den Schülern Kompetenz zum Lernen zu vermitteln. Denn nur wer in der Lage ist, Lernprozesse selbst­tätig zu organisieren und effektiv durchzuführen, kann die eigene Leistungs­fähigkeit auf Dauer erhalten und erweitern.

29. April 2012

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Schlecht erzogene Schüler machen sich und anderen das Leben schwerer 

Stuttgart. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg sieht sich durch die jüngste Allensbacher Umfrage bestätigt, dass Bildung und Erzie­hung vor allem dann gelingen, wenn Eltern und Lehrer Ziele gemeinsam verfolgen, wenn der schulische Bildungsaufbruch von einer Erziehungsof­fensive der Schülereltern begleitet wird. „Ohne ein Umdenken und Umlen­ken in pädagogisch eher zurückhaltenden Elternhäusern können auch mo­derne Schulformen und die besten Lehrer nicht so viel für die Kinder be­wirken, wie eigentlich möglich wäre“, versichert VBE-Chef Gerhard Brand.

verlässliche Begleitung konsequente Erziehung Grenzen Eltern

Gerhard Brand, VBE Landesvorsitzender

„Bildung und Erziehung sollten schon mit der Geburt des Kindes anfangen und nicht erst institutionalisiert im Kindergarten oder in der Schule einsetzen“, unterstreicht Brand. Die ersten Jahre seien die wichtigsten im Leben eines jeden Menschen. Wenn in diesem Zeitraum Zuwendung und Geborgenheit, geistige und seelische “Nahrung“ fehlten, koste es später ein Vielfaches an personellem und damit finanziellem Einsatz, Versäumtes nachzuholen oder Schiefgelaufenes gerade zu biegen. „Nicht Erzieherinnen oder Lehrer sind zuvörderst gefor­dert, sondern jeder Vater und jede Mutter“, behauptet Brand, so stehe es im Grundgesetz.

Neue Bildungspläne und Bildungsstandards, Kompetenzraster, Fragebögen und Evaluation von Unterricht sowie Schulstrukturdebatten könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kin­der im Interesse der Gesellschaft frühzeitig und konsequent erzogen gehörten, damit sie in der Schule gefördert werden können und Erfolg haben. Wieder erziehen, bedeute nicht Rückkehr zu Dressur, Unterdrückung und militärischem Gehorsam, betont der VBE-Vorsitzende. Erzie­hung sei liebevolle und verlässliche Begleitung mit klaren Grenzen. Dabei spiele auch die Vorbildfunktion von Erwachsenen eine wichtige Rolle.

Weil viele Kinder von zu Hause nicht mehr die Erziehung erfahren dürfen, die für eine ge­sunde Entwicklung nötig ist, wird den Kindertagesstätten und Schulen eine Sisyphusarbeit aufgebürdet, an der diese Einrichtungen scheitern müssen – trotz aller bildungspolitischen Offensiven und pädagogischen Bemühungen der Erzieherinnen und der Lehrkräfte. „Kinder­gärten und Schulen sind angewiesen auf starke, interessierte und engagierte Eltern als Partner für die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu mündigen, verantwortungsvollen Bürgern“, wirbt Brand für noch mehr persönlichen Einsatz und Mut zur Erziehung.

26. April 2012

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admin am 24. April 2012

vom 28.-29.09.2012 im Parkhotel in Pforzheim

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem die letztjährigen VBE-Informationsveranstaltungen zum Thema „pädagogische Assistenten“ mit der Referentin, Frau Regierungsdirektorin Tina Lorenz vom Kultusministerium so gut ankamen, möchten wir Ihnen gerne auch in Zukunft weitere Fortbildungen anbieten. Aufgrund einer Umfrage haben wir die für Sie wichtigsten Themen herausgefunden und uns bemüht, hierzu Referenten und Vorträge zu organisieren.

Wir sind sehr froh, Ihnen nun eine zweitägige Fortbildungsveranstaltung anbieten zu können, die rein auf Ihren Rückmeldungen basiert. Denn wir, als Ihr Berufsverband, möchten Ihnen bei allen wichtigen Fragen zum Thema „pädagogischer Assistent“ beiseite stehen und Sie unterstützen.

Die Referenten sind absolute Spezialisten auf ihrem Gebiet. Freuen Sie sich also auf interessante Vorträge und Workshops zu den Themen: Lese-Rechtschreib-Schwäche, Antworten auf Ihre rechtlichen Fragen, Deutsch als Fremdsprache, Dyskalkulie und Legasthenie. Gerne können Sie uns bereits im Vorfeld der Veranstaltung Ihre Fragen zukommen lassen, die Sie bei der Veranstaltung beantwortet haben möchten.

Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 50,00 € für VBE-Mitglieder und 80,00 € für Nichtmitglieder (inkl. Begrüßungssnack am 28.09., Pausen- und Tagungsgetränke sowie Tagungsunterlagen, Übernachtung im First-Class Hotel im Einzelzimmer, Frühstück und Mittagessen am 29.09.). Bitte übersenden Sie uns Ihre Anmeldung bis spätestens 17. September 2012. Da es eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt, bitten wir um frühzeitige Anmeldung.

Weitere Informationen zu unserem Programm finden Sie auf unserer Homepage unter:

http://www.vbe-bw.de/wDeutsch/aktuelles/index.php?navid=26

Gerne können Sie diese Einladung auch an Kolleginnen und Kollegen weiterleiten, die Interesse an der Fortbildung haben.

Ich freue mich sehr auf Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Dickgiesser

Referentin Fortbildung und Medien

 

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admin am 22. April 2012

Leseförderung beginnt lange bevor ein Kind lesen lernt

Stuttgart. „Die Leseförderung kann gar nicht früh genug beginnen, schon lange bevor ein Kind einen Kindergarten oder ein Schulhaus betritt“, sagt Gerhard Brand, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württem­berg, zum Welttag des Buches am 23. April. Die Liebe zum Buch wird von Er­wachsenen oder älteren Geschwistern geweckt, die Geschichten lebendig vor­lesen und das Kind – noch bevor es selber lesen kann – auf eine sehr angeneh­me Art und Weise in die Welt der Buchstaben einführen.

Welttag des Buches vorlesen Nachschlagewerk Literatur Lesepaten Leseförderung Klassenbibliothek Deutschunterricht

Gerhard Brand, VBE Landesvorsitzender

Auch Grundschullehrer, die sich trotz Stoffdruck immer wieder Zeit nehmen, im Unterricht aus Büchern vorzulesen, „verführen“ Schüler dazu, sich diese Literatur in der Bücherei auszuleihen oder zum Geburtstag zu wünschen und dann selber zu lesen. Eine Klassenbibliothek mit griffbereiten Nachschlagewerken und spannen­den oder lustigen Geschichten hat gleichfalls einen hohen Aufforderungscharakter.

Ein guter Deutschunterricht zeichnet sich nach Auffassung des VBE dadurch aus, dass Schüler Freude am lauten und leisen Lesen bekommen und diese auch behal­ten, dass der Umgang mit Buchstaben Lust und nicht Frust hervorruft. Immer mehr ehrenamtliche Lesepaten unterstützen dabei heute die Pädagogen.

Die große Vorbildfunktion der Erwachsenen sei nicht zu unterschätzen, so Brand, „Kinder sehen sehr wohl, ob sich Eltern und Lehrer aus Tageszeitungen, Fachzeit­schriften, aus Lexika und Sachbüchern Informationen beschaffen, ob Lesen als un­terhaltsam und entspannend empfunden wird oder lästige Plage bedeutet.“

Kinder, die von klein auf mit Geschichten aufwachsen, kommen in der Schule besser mit. Bezeichnenderweise ist auch die Analphabetenquote bei diesen Schü­lern geringer. Wer gut lesen kann, ist eindeutig im Vorteil, hat größere Bildungs­chancen. Benachteiligungen von Kindern zu vermeiden, ist ein wichtiges Ziel. Eltern können dazu einen aktiven Beitrag leisten – nicht nur am Tag des Buches.

„Der Welttag des Buches steht zwar noch nicht in jedem Kalender. Trotzdem ist er ein Tag, der nicht nur für Bibliothekare und Buchhändler Bedeutung haben soll­te“, meint VBE-Chef Brand. Auf Antrag Spaniens wurde dieser Tag für die Bücher, das Lesen, für die Kultur des gedruckten Wortes und auch für die Rechte der Autoren 1995 von der Unesco ins Leben gerufen und auf den 23. April gelegt, den Todestag von Cervantes und Shakespeare.

22.04.12

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Auch an der Gemeinschaftsschule wird nur mit Wasser gekocht

Stuttgart. „Heute wird die an sich schon bunte Schullandschaft durch den weiteren Bau­stein `Gemeinschaftsschule´ gesetzlich erweitert, und das ist per se nichts Schlechtes“, sagt Gerhard Brand, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Gefährlich werde es, wenn diese neue Schulart als die mehr oder minder allein seligmachende dargestellt und ent­sprechend protegiert werde.

Gerhard Brand, VBE Landesvorsitzender

Neben den verschiedenen Sonderschulen, der Real-, Werkreal- und Hauptschule sowie neben den verschiedenen Gymnasien gibt es künftig auch noch die Gemein­schaftsschule. Diese neue Schulart ist in den letzten Wochen mit sehr vielen Vor­schusslorbeeren bedacht worden – nicht zuletzt durch die eigens zur „Promotion“ eingerichtete Stabsstelle im Kultusministerium. Allein die Anmeldezahlen an den fünften Klassen der Gemeinschaftsschulen lassen das Ministerium jubeln, obwohl böse Zungen behaupten, dass sich hauptsächlich die Klientel der Haupt- und Werk­realschulen an der neuen Schulart angemeldet habe und sich so die gewünschte Lerngruppenmischung vom hochbegabten zum lernbehinderten Schüler gar nicht einstellen könne. Hier sollte das Ministerium rasch den Gegenbeweis antreten.

Auch die Aussage, dass die Gemeinschaftsschule „leistungsstark und gerecht sei“, leite sich zunächst nur vom Wunschdenken ab, unterstreicht der VBE-Chef. Verärgerung hat bei vielen Lehrern die Definition der neuen Schulart hervorge­rufen, dass dort „ganzheitliches Lernen“ stattfindet, dass die Kinder „individuell gefördert“ werden und Schule „Lebensraum“ ist. Dies sei eine Ohrfeige für alle Lehrer, die sich schon bisher – egal an welcher Schulart – am Kind orientiert und es optimal gefördert haben, sagt Brand. Selbst der „ach so gern verteufelte Frontal­unterricht“ tauche an der Gemeinschaftsschule als „Input-Phase“ auf. Man müsse nur die entsprechenden Begriffe oder Worthülsen verwenden, um die Sache besser verkaufen zu können, mutmaßen Lehrer der Schularten, die nicht in die „pole-posi­tion“ geschoben werden. Unendliche Heterogenität findet im Leben meist da schnell ihre Grenzen, wo zu starke Unterschiede als belastend empfunden werden: ein schneller Läufer wird nicht mit einem sehr viel langsameren für die Meister­schaft trainieren wollen, der langsamere wird die Lust aufs Laufen ganz verlieren. Wenn kein Schüler „auf der Strecke“ bleiben soll, darf das nicht dazu führen, dass sich die Lerngruppe letztendlich immer am schwächsten Glied orientieren muss.

18. April 2012

Auch eine Tagesmutter ist als feste Bezugsperson gut für das Kind

Stuttgart. Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup möchte Tagesmütter besser bezahlt wissen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg be­grüßt, dass dadurch die Arbeit der Tagesmütter und damit auch der Mütter im Allgemeinen aufgewertet wird.

Tagesmütter Alleinerziehende

Michael Gomolzig, Sprecher des VBE

Es ist verkehrt, Müttern, die arbeiten gehen wollen oder müssen, ein schlechtes Ge­wissen einzureden. Gleichzeitig darf man aber die Bedürfnisse des Kindes nicht außer Acht lassen. Tagesmütter sind eine gute Alternative zu Ganztageseinrichtun­gen mit deutlich mehr Kindern, da Tagesmütter eine familienähnliche, „intimere“ Be­treuungsform anbieten können, was dem Kind zugutekommt.

Sinnvoll wäre es auch, über eine finanzielle Verbesserung der Einkommenssi­tuation junger Familien mit Kindern nachzudenken. Aus finanziellen Gründen soll­te es nicht nötig sein, dass beide Elternteile berufstätig sein müssen. Auch die Not­lage Alleinerziehender könnte anders als durch mehr Ganztageseinrichtungen ge­löst werden, behauptet der VBE-Sprecher.

Nach Meinung des Lehrerverbandes VBE ist man nach Alexander Mitscherlichs „vaterlosen Gesellschaft“ jetzt eher auf dem Weg in eine mutterlose. Die Missach­tung dessen, was Mütter und Tagesmütter täglich für die Gesellschaft leisten, sowie die in der Regel schlechteren finanziellen Rahmenbedingungen von Familien mit Kindern und Alleinerziehenden sind mit eine Ursache dafür, dass Kinder nicht mehr das bekommen, was sie eigentlich benötigten: intensive persönliche Zuwen­dung und verlässliche Begleitung. Obendrein lassen es die heutigen Wohlstands­normen eigentlich nicht mehr zu, dass junge Paare Kinder haben, was für Eltern häufig Verzicht und Entbehrungen auf viele Jahre bedeutet, für manche sogar ein Leben an der Armutsgrenze.

15. April 2012

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